Zum Blog
Webdesign 2026

Was wirklich
zählt.

2025 war das Jahr des KI-Experiments. 2026 geht es darum, was davon tatsächlich bleibt — und was Nutzer inzwischen aktiv abschreckt.

Nach einem Jahr voller KI-Experimente ist 2026 die Phase, in der sich zeigt, was sich bewährt hat — und was Nutzer inzwischen müde macht. Vier Entwicklungen stechen dabei besonders hervor.

1. KI wird zum Werkzeug, nicht zum Ersatz

Laut Figmas State of the Designer 2026-Report, einer Befragung von über 900 Designer:innen aus fünf Weltregionen, nutzen inzwischen 72 % generative KI-Tools im Arbeitsalltag — und 91 % davon sagen, dass sich dadurch vor allem die Qualität ihrer Ergebnisse verbessert, nicht nur die Geschwindigkeit. KI wird also nicht als Ersatz für gestalterisches Urteilsvermögen verstanden, sondern als Werkzeug, das mehr Varianten in kürzerer Zeit möglich macht.

2. Die Gegenbewegung: Der "KI-Look" wird zum Warnsignal

Gleichzeitig wächst die Skepsis. Eine Untersuchung von UX Collective aus dem Jahr 2026 kommt zum Schluss, dass 94 % der befragten Designer:innen und Marketer KI-generierte Inhalte gezielt überarbeiten, um ihnen die "menschliche Note" zurückzugeben. Zu perfekte Stockfotos, immer gleiche weiche Farbverläufe und ein wiedererkennbarer generativer Illustrationsstil werden von Nutzer:innen zunehmend erkannt — und wirken dadurch eher generisch als vertrauenswürdig. Handgemachte Elemente, echte Fotografie, organische Formen und bewusste Asymmetrie gewinnen als Gegenreaktion an Bedeutung.

3. Bento-Grids und Typografie als Gestaltungsprinzip

Strukturell hat sich das modulare Bento-Grid-Layout — benannt nach der japanischen Lunchbox mit ihren unterschiedlich grossen Fächern — von einer Apple-Eigenheit zu einem branchenweiten Standard entwickelt, besonders für Feature-Übersichten und Portfolio-Darstellungen. Parallel dazu wird Typografie selbst zum zentralen Gestaltungselement: Mit vollständiger Browser-Unterstützung für variable Schriftschnitte experimentieren Designstudios mit Schrift, die sich abhängig vom Scroll-Verhalten der Nutzer:innen in Echtzeit verändert.

4. Scrollen als Orientierung, nicht nur als Erlebnis

Webflow beschreibt in seinem Trendbericht 2026 eine Verschiebung weg vom reinen "Scrollytelling" hin zu Scrollen als Navigationshilfe: Fortschrittsanzeigen, Scroll-Balken und visuelle Marker zeigen Nutzer:innen, wie viel Inhalt noch folgt — eine direkte Antwort auf sinkende Aufmerksamkeitsspannen, wie sie auch in Marketingstudien wie dem HubSpot State-of-Marketing-Report beschrieben werden.

Unsere Einschätzung

Für uns heisst das konkret: KI-Werkzeuge gehören inzwischen selbstverständlich zu unserem Prozess — aber das Ergebnis wird immer von Menschen geprüft, verfeinert und an die jeweilige Marke angepasst. Genau die Studien, die den Boom generativer Tools belegen, zeigen eben auch, dass Nutzer:innen den Unterschied zwischen durchdachter und automatisierter Gestaltung inzwischen sehr genau spüren.

Fragen zu Ihrem
Webauftritt?

Jetzt anfragen